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Sat 01 July 2017
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ZWISCHEN OUTFIT UND NONFIT

Ist Google wirklich dein Freund? Beim Stichwort „Festivallook“ greift unser digitaler BFF doch hin und wieder zu Outfitempfehlungen, die man eigentlich eher von einem gehässigen Firmenkollegen oder einer verbitterten Ex-Liebschaft erwarten würde. Damit ihr Euch am schönsten Tag des Jahres nicht zum Gespött desselben macht, haben wir uns in die Tiefen des Internets begeben und euch die vier angesagtesten Outfittrends für den Festivalsommer zurecht gelegt.


D’ya like dags? – Gipsy

Was soll das sein? Wer bei Gipsys automatisch Brad Pitt als dauernuschelnden Kirmesboxer vor Augen hat, kann sich in Punkto Filmgeschmack zwar auf der sicheren Seite wähnen, sollte aber dennoch dringend sein Weltbild erweitern. Luciano hat mit seinen Vagabundos bereits bewiesen, dass der Gipsy-Style an kreativer Vielfalt und Erfindungsreichtum kaum zu toppen, jetzt erhält der Streuner-Look endlich auch Einzug auf den Open-Air-Festivals. Unser Favorit!

Was gehört dazu? Leder. Auf jeden Fall viel Leder: Stiefel, Tops, Bänder - whatever. Und Schmuck! Je größer und schwerer desto besser. Oder, wie ihr auf den Pics sehen könnt, gerne auch aufgemalt. Aber macht euch keinen Kopf: Das Coole an dem Style ist eben, dass er keinen festen Regeln folgt und sich beliebig kombinieren lässt.

Wann habe ich es übertrieben? Wenn euch die Leute in der Fußgängerzone Kleingeld zuwerfen oder Borat sich mit euren Tränen gegen Hexerei schützen möchte.

2. Get a job you tree hugging hippie! – Flowerpower

Was soll das sein? Flowerpower halt! Von Janis Joplin über Jane Fonda und Carly Simon – wer würde an der Stilsicherheit dieser (teilweise noch) lebenden Legenden zweifeln? Wer würde so wahnsinnig sein, der Woodstock-Couture die Open-Air-Tauglichkeit abzusprechen? Wir jedenfalls nicht.

Was gehört dazu? Blumen, lange Kleider und eine natürliche Ausstrahlung. Beim Make-Up galt damals wie heute „weniger ist mehr“ und wer es 100 prozentig authentisch halten möchte, kommt um eine Akustikgitarre nicht herum.

Wann habe ich es übertrieben? Wenn ihr unseren letzten Tipp mit der Akustikgitarre beherzigt. Oder wenn sich neben euch Richard Nixon als hasserfüllter Zombie aus dem Grab erhebt.

3. First people's finest – Indigo

Was soll das sein? Kennt man wohl am ehesten unter dem – für echte Ureinwohner übrigens diskriminierenden Begriff – „Indianerschmuck“. Ändert wenig daran, dass es je nach Kombination einfach super toll aussieht und dazu noch jede Menge Freiraum für individuelle Details und Accessoires lässt. Zugegeben, dieser Trend ist nicht mehr taufrisch aber definitiv auch noch nicht über sein Verfallsdatum.

Was gehört dazu? Auch wenn unser Bild von realen Fashion-Trends der indogenen Völker ungefähr so lückenhaft ist, wie die Allgemeinbildung von Kim Kardashian – unzählige Spagetti-Western haben uns vor allem eines gezeigt: Ohne Federn geht’s nicht. Mokassins, Naturleder oder Ethnomuster runden den Style ab.

Wann habe ich es übertrieben? Tomahawks oder Pfeil und Bogen können wir auf dem Festivalgelände leider nicht dulden – es ist uns dann auch egal, ob sie das „Outfit abrunden“.


4. Black is the new black – Berlin-Chic

Was soll das sein? Die Paradeuniform der elektronischen Musikszene, neuerdings auch gerne als inoffizieller Berghain-Dresscode deklariert. Schwarz in Schwarz. Schuhe und Sonnenbrille dürfen abweichen, alles darüber ist bunt! Im Hochsommer nicht unbedingt die beste Farbwahl aber der optische Gruß an die Szene kommt auf jeden Fall an.

Was gehört dazu? Die Abwesenheit von Farbe und Licht (mit den oben beschrieben Ausnahmen). Anders als Sven Marquardt sind wir bereit, das Ganze etwas weniger streng zu sehen und bei der ein oder anderen Schattierung ein Auge zu zudrücken.

Wann habe ich es übertrieben? Vantablack ist das schwärzeste Material der Welt, nur 0,035% des Sonnenlichts werden wieder zurückgestrahlt. Diesen Wert solltet ihr eher als Obergrenze, weniger als Mindestanforderung betrachten.

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